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Was bedeutet Glück?

Zum Thema „Lebenssinn und glücklich sein“ lud Landeshauptmann Franz Voves im Zuge der Diskussionsreihe „Podium Zukunft“ diesmal in die Grazer Seifenfabrik, die den gemütlichen Rahmen für einen interessanten Abend bildete. Ist Glück wirtschaftlicher Reichtum oder sind es Werte wie Menschlichkeit und Nächstenliebe und was hat dies mit der Politik zu tun? Norbert Sebastian Blüm, ehemaliger Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung für die CDU und erfolgreicher Buchautor sowie Matthias Lanzinger, ehemaliger Skirennprofi, der nach einem tragischen Unfall seinen Unterschenkel verlor und neuen Lebensmut fasste, stellten sich diesen Fragen ebenso wie Franz Voves, der vor allem in der Politik die oftmals fehlende soziale Komponente betonte.
 
Blüm, der einen zunehmenden Verlust von Werten wie Nächstenliebe sieht:
„Früher sind die Leute mit 35 fröhlich gestorben, jetzt jammern sie sich bis 80 durch. Wirtschaften kann nur ein Mittel aber nicht das Ziel sein.“

Ebenso wie Blüm sieht auch Lanzinger, der mittlerweile erfolgreich beim Fernsehen und für Printmedien tätig ist, die heutzutage gelegten Schwerpunkte:
„Es gibt Werte und Ziele, die sich nicht in Zahlen und Geld messen lassen. Glück ist für mich meine Familie, Freunde und das Leben jener Leute, die mir wichtig sind. Ohne diesen hätte ich das Leben nach meinem Unfall nicht so gut meistern können. Das sollte man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen.“
 
Auch das zahlreich erschienene Publikum sah eine große Wichtigkeit in der sozialen Komponente, denn wie ein Sprichwort schon besagt:
„Wer gibt, bekommt tausendfach zurück“.

Für Franz Voves ist vor allem im politischen Leben das friedliche jedoch konstruktive Miteinander und damit ein positiver Lebenssinn von großer Wichtigkeit:
„Mein Glück als Landeshauptmann liegt darin, wenn der richtige Grundstein für ein gutes, glückliches Leben der Steirerinnen und Steirer gelegt wird, wie zum Beispiel die Schaffung von Arbeitsplätzen für Jugendliche oder eine würdevolle Betreuung für pflegebedürftige Menschen – denn die Aufgabe der Politik ist die Arbeit für die Bevölkerung.“
   
     
   
   
©ORF
 
Christine Brunnsteiner

Christine Brunnsteiner wurde 1954 in Eisenerz geboren. Sie begann ihre ORF-Karriere 1978 beim Werbefunk. Schon bald moderierte sie ihre ersten Volkskultur- und Unterhaltungssendungen. 1984 begann die Mutter von zwei Söhnen, das "Österreichbild" zu moderieren; ab 1988 gehörte sie zum Moderatoren-Team von "Steiermark heute". Aber auch auf Radio Steiermark war sie regelmäßig zu hören. Mittlerweile ist sie Obfrau des Vereines WIR FÜR UNS, der sich um die Förderung von ehrenamtlicher Tätigkeit in der Steiermark bemüht. Außerdem ist sie noch als Buchautorin und Lebensberaterin tätig.