Der Saal war randvoll, als Landeshauptmann Franz Voves im Zuge des „Podium Zukunft“ am 31. Mai zu einer offenen Diskussionsrunde mit Howard Dean lud, moderiert vom Fernsehjournalisten und USA-Experten Eugen Freund. Howard Dean, ehemaliger Anwärter zum Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei und jahrelang erfolgreicher Gouverneur in Vermont, ist ebenso wie Voves ein Vordenker und Querdenker. Gemeinsamkeiten, wie man der Wirtschaftskrise begegnen kann, wurden unter anderem in der Einführung der Besteuerung von Finanztransaktionen gefunden, bei der Stärkung der Mittelklasse und Bekämpfung der immer größeren werdenden Schere zwischen Arm und Reich.
Die Ausweitung und Sicherung des Krankenversicherungssystems, ökologische Reformen und Minderheitenrechte waren und sind wesentliche Punkte der politischen Arbeit Deans, die sich auch im Programm des jetzigen US-Präsidenten Barack Obama wieder finden. Dean perfektionierte zudem die Einbindung des Internet in den Wahlkampf durch kreative Diskussionsplattformen, die ihm auch Anhänger und Gönner in Europa, wie beispielsweise eine größere Gruppe in Berlin bescherten. Letztendlich verzichtete er auf die Wahl zum Präsidentschaftskandidaten und ist seither ein gefragter Politprofi der Demokratischen Partei, der viele Brücken schlägt – wie jene zu LH Franz Voves und der Steiermark. „Dean vertritt linke, rechte und mittlere Positionen, denn der Mensch und die Sicherung des Systems stehen im Mittelpunkt – dem kann ich mich nur anschließen“, so Voves.
Sowohl bei der Diskussion als auch in einem Workshop mit Entscheidungsträgern, den Landeshauptmann Franz Voves ins Leben rief, zeigte sich, dass grenzüberschreitende Maßnahmen zur Stärkung des sozialen und wirtschaftlichen Standards notwendig sind. Voves: „Die Steiermark ist Teil eines Ganzen und es ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtiger denn je, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Der Blick über den Tellerrand und das Schlagen von Brücken ist notwendig, um den Wirtschaftsstandort Steiermark zu festigen und das wertvolle Sozialsystem auch für die nächsten Generationen zu gewährleisten. “ |